Untersuchung des Wohngebäudebestandes in der Stadt Osnabrück - 2013 (Band 1 Textband)

Textband

ISBN: 978-3-939268-18-5

Veröffentlicht am: 20.08.2013

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Inhaltliche Zusammenfassung

Im Februar 2013 wurde die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. vom Fachdienst Umweltplanung des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück mit der „Untersuchung des Wohngebäudebestandes in der Stadt Osnabrück - 2013“ beauftragt. Diese örtliche Betrachtung/Analyse des Themenfeldes “Sanierung Wohngebäudebestand – Sanierungsniveau und Sanierungsfähigkeit von Gebäudetypen“ in der Stadt Osnabrück ist Bestandteil des durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderten Projektes „Masterplan 100 % Klimaschutz“ und hat zum vorrangigen Ziel vorhandene Potenziale im Bereich des Wohngebäudebestandes aufzuzeigen, damit aus den ermittelten Erkenntnissen effiziente und nachhaltige Konzepte für die Zukunft abgeleitet werden können. Solche Konzepte sind von besonderer Bedeutung, weil die Stadt Osnabrück als Modellstadt für den Klimaschutz im Rahmen des Förderprojektes anstrebt, den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids bis zum Jahr 2050 um 95 % und den Energieverbrauch um 50 % zu reduzieren. Die vorliegende Untersuchung beinhaltet über die Ergebnisse einer Bestandsaufnahme der allgemeinen Bausubstanz hinaus sehr differenzierte Erkenntnisse zu den tatsächlichen Energieverbräuchen, zu Modernisierungs- und Bauteilzuständen sowie zu baulichen Möglichkeiten aber auch zu technischen Grenzen der Gebäudemodernisierung. Auf Basis der baulichen und bautechnischen Gegebenheiten sowie der vorstehend genannten Erkenntnisse wurden am Beispiel von charakteristischen Gebäudetypen umfangreiche Berechnungen und Vergleiche für den Wohngebäudebestand in der Stadt Osnabrück durchgeführt. Diese typologischen Gebäudebetrachtungen zeichnen sich durch einen hohen Praxisbezug und eine realistische Darstellung von Kosten-/Nutzeneffekten aus. Eine solche Betrachtungsweise wäre ohne Berücksichtigung der vorliegenden Untersuchungsergebnisse unter anderem auch zum Prebound- und Rebound-Effekt bei gebäudespezifischen Energiekennwerten nicht möglich gewesen. Insgesamt wurden für 15 Gebäudetypen unter Bezugnahme unterschiedlicher Ausgangszustände verschiedenste Beispiele der Modernisierung (unterschiedliche Sanierungsniveaus) und des Umbaus (unterschiedliche Kategorien des generationengerechten Umbaus) betrachtet. In diesem Zusammenhang wurden auch die ermittelten Kosten für die verschiedenen Modernisierungs-, Umbau- und Sanierungsvarianten konsequent ermittelt. Hierbei geht es um die Berechnung von baulichen Maßnahmen für energetische Zielsetzungen aber auch um die Erfassung von baulichen Kleinst- bis umfangreichen Maßnahmen zur Sicherstellung einer nachhaltigen Nutzungsfähigkeit. Die durch die typologische Gebäudebetrachtung gewonnenen Ergebnisse sind zusammenfassend in Abschnitt 6 “Gebäudetypen – Stadt Osnabrück“ in Form von bautyp- und baualtersbezogenen Datenblättern aufgeführt. Diese tabellarisch gestalteten Übersichten ermöglichen eine schnelle Einordnung und praxisnahe Bewertung der energetischen, klimatischen und finanziellen Auswirkungen von Modernisierungsmaßnahmen. Die „Untersuchung des Wohngebäudebestandes in der Stadt Osnabrück - 2013“ ist somit auch als fundierte Grundlage für die Festlegung politischer Zielsetzungen, die Ausarbeitung von Klimaschutzkonzepten und als Grundlage für städtebauliche und rahmenplanerische Vorhaben geeignet. Des Weiteren stellt sie eine wichtige Verwendung für die Potenzialabschätzung und Grundlagenermittlung im Rahmen der energetischen Quartierssanierung dar. In Bezug auf die Betrachtung von Einzelgebäuden ist die Untersuchungsdokumentation darüber hinaus auch als Hilfsinstrument z.B. für Initialberatungen von priv. Eigentümern einsetzbar.