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Was macht die ARGE e.V.?

Bau- und Wohnberatung // Technische Qualitätssicherung Angewandte Bauforschung // Projektbegleitung Zertifizierung // Optimierung und Praxiskonzepte Technische Qualitätssicherung Angewandte Bauforschung // Projektbegleitung Zertifizierung // Optimierung und Praxiskonzepte

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Das etwas andere Baugespräch......

Wie wollen wir künftig Wohnen?

Das 700. Baugespräch der Arge e.V. widmete sich sich dem brandaktuellen Thema.

100 Teilnehmer haben sich in den Holstenhallen in Neumünster im „Zukunftsatelier Wohnen“ getroffen, um einen ganzen Tag lang interdisziplinär mit dem scheinbar ganz einfachen und dann doch so komplizierten Thema Wohnen zu befassen. 

Nach einem eindrucksvollen Impulsreferat des Soziologen Harald Welzer zu Beginn wurde an zehn Arbeitsthemen in kleinen Workshops weiterdiskutiert. 

„Das Haus der Gefühle“, sein neuer Buchtitel zog sich als Leitfaden durch Welzers Vortrag. Der Verlust von „Erwartungssicherheit“ und die Kommerzialisierung des Wohnens, die mit dem Verkauf des Sozialen Wohnungsbaus in den 1990er Jahren einher ging, sind - nicht nur - seiner Ansicht der Ausgangspunkt für die zunehmende Verunsicherung. Er bemängelt, dass wir üblicherweise versuchen, die Probleme lediglich technisch und funktional zu lösen und dabei zu schnell die sozialen Komponenten aussen vor lassen, und noch viel folgenreicher, die „Bewirtschaftung von Emotionen überlassen wir den schlechten Menschen“.

Neben den jüngsten „Polykrisen“  führt dies zum Verlust der „Versorgungssicherheit“. Als Beispiel nennt er die Bahn im Vergleich in Deutschland und in der Schweiz. Während die Menschen in der Schweiz entspannt an den Stationen miteinander interagieren können, weil sie einfach sicher sein können, dass in jedem Fall ein Zug kommt, ist man in Deutschland damit befasst, ob der Zug, den man sicherheitshalber lange zuvor gebucht hat, pünktlich kommt, ob es mit den Anschlusszügen klappt oder ob er vielleicht gar nicht fährt.

Welzer sieht die grundlegenden Ansprachen einfach: Die erste Priorität muss sozial definiert werden, nicht technisch, nicht funktional. Das ist auch die Zukunft des Wohnens.

Nachfragen aus dem Plenum wurden sehr konkret und ausführlich beantwortet.

Derart motivierend eingestimmt verteilte sich die Versammlung an die zehn fachkundig moderierten Dialogtische. Jeder und Jede mit der jeweils eigenen Expertise konnte seine (Er-) Kenntnisse zum Thema einbringen.

  • WOHNEN in der Gemeinschaft | A
  • WOHNEN im nachhaltigen Quartier | B
  • WOHNEN mit klimaneutraler Energieversorgung | CH
  • WOHNEN im Digitalmodus | E
  • WOHNEN mit leistbaren Lösungen | G
  • WOHNEN mit geteilter Fläche | P
  • WOHNEN mit Mobilität | R
  • WOHNEN im ländlichen vs. urbanen Raum | S
  • WOHNEN mit Flexibilität | U
  • WOHNEN mit biologischer Vielfalt | Ä

Das Geheimnis der seltsamen Buchstabenwahl lüftete sich bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Es war das 700. „Baugespräch“ der Arge e.V.

Herzlichen Glückwunsch!

sagt

Astrid Holz

Text: Astrid Holz

Fotos: Marcel Völker

Schleswig-Holsteinischen Baugespräche 2026 wieder erfolgreich durchgeführt

Folgende Veranstaltungen fanden statt:

Freitag, 06.03.2026 "58. Schleswig-Holsteinischer Bau- und Vergaberechtstag" u.a.

  • E-Rechnungspflicht in Deutschland
  • Umbau im Bestand - die Beschlüsse der Bauministerkonferenz zur MBO und die Planungen für SH
  • Aktuelle Rechtsprechung zum Bauvertragsrecht und Recht der Architekten und Ingenieure

Mittwoch, 11.03.2026 "Alte und neue Baustoffe" u.a.

  • Chemische Grundlagenforschung und Anwendungsperspektiven
  • Recycling-Beton in SH
  • Alles rund um den Baustoff Lehm

Montag, 16.03.2026 "Anders bauen - besser bauen" u.a.

  • Regelstandard "E" - aktueller Stand
  • Brandschutz: Keine Angst vor dem Bauen - Auswege aus dem Regelungsdschungel?
  • Haus (fast) ohne Heizung - Pilotprojekt zum Gebäudetyp e und Konzept 2226 in Ingolstadt

Alle Vorträge zu den Baugesprächen finden Sie hier

Das Kieler Modell – eine bereits erprobte Idee für den kurzfristigen Bedarf, flexibel umnutzbar zu bezahlbarem Wohnraum

Das „Kieler Modell“. Im Jahr 2015 für den damaligen, hohen Wohnungs- und Unterbringungsbedarf entwickelt, ist auch jetzt für die aktuelle hohe Wohnraum- und Unterbringungsnachfrage anwendbar. Bei dem Kieler Modell handelt sich um eine Typologie, die an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten, auch in der Ausgestaltung, Kubatur und Architektur angepasst werden kann. Unter Ausnutzung aller Rationalisierungsmöglichkeiten ist es, auch derzeit als Gebäude für ca. 2.600,00 – 2.800,00 € Bauwerkskosten realisierbar. Das Kieler Modell ist im Rahmen der Sozialen Wohnraumförderung förderfähig.

Links zu Kurzinformationen:

Vortrag Dr. Astrid Holz in Bochum

https://docplayer.org/24342970-Flexible-modulartige-bauweisen-das-kieler-modell.html

Vortrag Zastrow Architekten in Kiel:

https://www.shgt.de/docs/kieler_modell_zastrow.pdf

Kurze Beschreibung bei DGfM-Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks und Wohnungsbau e.V.:

https://www.immoclick24.de/kurznachrichten/mit-dem-kieler-modell-schnell-oekonomisch-und-attraktiv-bauen/

Weitergehende Informationen und Systemstatik auf Anfrage bei der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V.

(Fotos Wankendorfer Baugenossenschaft eG – Kieler Modell in Bad Segeberg und Lütjenburg)

75 Jahre ARGE - 75 Jahre Bezahlbarer Wohnraum für Schleswig-Holstein

Am 08.09.2021 haben wir auf der NordBau in einer Feierstunde unser 75jähriges Jubiläum, welches wir am 21. Februar diesen Jahres begangen haben, gewürdigt.

Auf diesem Wege bedanken wir uns ganz herzlich bei:

- der NordBau und den Hallenbetrieben Neumünster für die Einladung und die hervorragende und geschmackvolle Ausrichtung des Abends

- Andreas Schmidt vom NDR, der auf seine humorvolle und sympathische Art durch den Abend führte

- den Grußredner*innen Frau Sabine Sütterlin-Waack, Innenministerin des Landes Schleswig-Holstein, Frau Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg, Frau Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sowie Herrn Erk Westermann-Lammers, Vorstandsvorsitzender Investitionsbank Schleswig-Holstein, die mit ihren Beiträge sehr zum Gelingen des Abends beigetragen haben

- allen Mitgliedern und Gästen für Ihre Anwesenheit, für Ihr Interesse, für Ihre Ideen und Ihre Beiträge, für Ihre Kritik und jedes Gespräch, für alle Dikussionen, für Ihr Engagement und für die Zusammenbeit.

Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Jahre.